Die Niederdruckarmatur – unverzichtbar für Warmwasserboiler

Funktionsweise und Anschlussprinzip der Niederdruckarmatur

Niederdruckarmaturen sind heute vor allem im Altbau geläufig. Prinzipiell ist diese Anschlussart aber nicht an das Alter, sondern fest an die Bauart eines Gebäudes gekoppelt: Kommen warmes und kaltes Wasser aus einer gemeinsamen Leitung, benötigen Sie eine Niederdruckarmatur sowie einen Boiler bzw. Warmwasserspeicher für Ihre Spüle. Die Armatur sorgt für einen Druckausgleich zwischen dem Druck der Wasserleitung und dem des Boilers. Das Sortiment der BLANCO Niederdruckarmaturen ist breit gefächert. Ob mit ausziehbarer Brause oder mit einstellbarem Strahl – bei uns finden Sie eine passende Variante für Ihre Küche.

BLANCO Niederdruckarmaturen

So funktioniert eine Niederdruckarmatur

Grafik Aufbau Niederdruckarmatur

Partnerschaft zwischen Armatur und Boiler

Ist ein Boiler vorhanden, wird das warme Wasser dezentral, also für jede Wohnung einzeln, aufbereitet. In diesen Konstellationen ist in der Regel eine Niederdruckarmatur, oft auch mit ND-Armatur abgekürzt, erforderlich. Eine Ausnahme bilden hier die Hochdruckboiler.

Der Boiler speichert Wasser, das erhitzt wird. Darum wird er auch Warmwasserspeicher genannt. Früher waren Warmwasserspeicher wesentlich größer und als Bottiche über der Badewanne oder der Küchenspüle angebracht. Heute sind die Boiler deutlich kleiner und in der Küche meist unter der Spüle angebracht.

Niederdruckboiler funktionieren ohne Druck. Der Druck aus der Wasserleitung ist mit drei bis sechs Bar zu hoch. Strömt dieser in den Boiler, könnte das Gerät platzen. Niederdruckarmaturen lösen das!

Grafik Funktionsweise Niederdruckarmatur

Das Funktionsprinzip der Niederdruckarmatur

Niederdruckarmaturen unterscheiden sich optisch nicht von Hochdruckarmaturen, zeichnen sich aber durch einen anderen Aufbau und ein anderes Funktionsprinzip aus. Die Niederdruckarmatur ist mit drei Anschlussschläuchen ausgestattet. Ein Schlauch dient zum Anschluss an das Kaltwassernetz, die beiden anderen Schläuche werden am Boiler installiert.

Beim Öffnen des Warmwasserhebels fließt kaltes Wasser von der Armatur in den Untertischboiler. Dort verdrängt es das warme Wasser aus dem Warmwasserspeicher. Das Warmwasser gelangt in die Kartusche des Wasserhahns und wird im passenden Mischverhältnis ausgegeben. Kalt, lauwarm oder heiß – ganz wie Sie wünschen.

Die Niederdruckarmaturen federn den Druck ab und verhindern, dass der normale Wasserdruck in den Boiler strömt, der ihm nicht standhalten würde.

Was ist eine Niederdruckarmatur?

Eine Niederdruckarmatur ist eine spezielle Anschlussart für Wasserhähne an der Spüle in der Küche oder im Bad.

Wann brauche ich eine Niederdruckarmatur?

Gibt es in Ihrem Haus nur eine Wasserleitung, benötigen Sie eine Niederdruckarmatur für Ihre Küche. Das Warmwasser muss über einen Boiler oder Wärmespeicher aufgeheizt werden. In älteren Häusern und Wohnungen ist diese Anschlussart deutlich geläufiger als in Neubauten.

Wie funktioniert eine Niederdruckarmatur?

Eine Niederdruckarmatur regelt den Druck der Wasserleitung herunter und sorgt für einen Druckausgleich zwischen Wasserleitung und Boiler. Das kalte Wasser fließt erst in die Armatur und von dort in den Boiler, wird dort erwärmt. Öffnen Sie den Warmwasserhebel, strömt kaltes Wasser aus der Armatur nach und verdrängt das erwärmte Wasser im Boiler. Dieses fließt nach oben und sprudelt im gewünschten Mischverhältnis aus dem Wasserhahn.

Wie erkenne ich eine Niederdruckarmatur?

Sie lässt sich durch die Anzahl der Schläuche von einer Hochdruckarmatur unterscheiden. Die Hochdruckarmatur besitzt zwei Schläuche, die Niederdruckarmatur zeichnet sich durch drei Schläuche aus.

Wie viele Schläuche hat eine Niederdruckarmatur?

Eine Niederdruckarmatur hat drei Schläuche.

Warum tropft eine Niederdruckarmatur?

Wird das Wasser im Boiler erhitzt, dehnt es sich aus. Der Wasserdruck steigt und ein Teil kann über den Wasserhahn austropfen. Das ist bei einer Niederdruckarmatur normal.

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Niederdruckarmatur anschließen – so geht’s

Montagevideo der BLANCO Linus Armatur in der Niederdruckausführung
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Für die Montage benötigen Sie:

  • neue Armatur
  • einen Schraubenschlüssel
  • einen Eimer
  • eventuell Verlängerungsschläuche

1. Platz schaffen

Hängen Sie die Tür des Spülenunterschrankes aus. Dann haben Sie mehr Platz, um sich mit der Niederdruckarmatur und dem Anschluss vertraut zu machen. Stellen Sie einen Eimer unter den Siphon und bauen diesen ab. Der Eimer fängt überschüssiges Wasser auf. Legen Sie den entleerten Siphon zur Seite.

2. Hauptwasserhahn abdrehen & Boiler ausschalten

Drehen Sie den Hauptwasserhahn ab. Schalten Sie den Warmwasserspeicher aus und ziehen den Stecker aus der Steckdose. Drehen Sie das Eckventil zu. Lösen Sie die beiden Verschraubungen am Boiler sowie den Anschlussschlauch zur Armatur. Hängen Sie den Boiler aus und stellen ihn beiseite.

3. Alte Armatur entfernen

Lösen Sie die Verschraubungen an der Armatur. Je nach Bauart müssen Sie eine Befestigungsplatte, die unter der Spüle sitzt, sowie zusätzliche Schraubenmuttern gelöst werden. Ziehen Sie die alte Niederdruckarmatur anschließend nach oben aus dem Hahnloch heraus.

4. Anschlussschläuche befestigen

Drehen Sie die drei Anschlussschläuche an der Niederdruckarmatur von Hand ein. Achten Sie dabei auf die richtige Zuordnung des warmen und kalten Wasserzuflusses. Die Schläuche sind entsprechend gekennzeichnet. Falls nötig ziehen Sie die Gewindestäbe noch leicht mit einem Schraubenzieher an.

5. Neue Armatur montieren

So wie die alte Armatur entfernt wurde, wird die neue eingebaut. Zunächst die Schläuche durch das Hahnloch fädeln. Armatur zurechtdrehen und befestigen. Hierzu setzen Sie die Verschraubungen wieder ein. Falls Ihr Wasserhahn über eine Stabilisierungsplatte verfügt, sollte auch diese wieder befestigt werden.

6. Anschlussschläuche mit dem Boiler verbinden

Verbinden Sie zunächst die beiden Anschlussschläuche, die zum Warmwasserspeicher führen. Lassen sich diese ohne Knick anschließen, verbinden Sie diese fest. Wenn nicht, benötigen Sie Verlängerungsschläuche. Prüfen Sie anschließend die dritte Verbindung zum Eckventil. Dieses speist später das kalte Wasser aus der Leitung. Ist auch hier alles in Ordnung, verbinden Sie den Zufuhrschlauch der Armatur mit dem Wandeckventil.

7. Siphon montieren

Montieren Sie den Siphon wieder. Stellen Sie zunächst noch einen Eimer darunter, um Wasser aufzufangen, sollte bei der Montage ein Fehler unterlaufen sein.

8. Warmwasserspeicher anschließen

Bevor ein neuer Boiler eingeschaltet wird, muss er entlüftet werden. Drehen Sie hierzu das Eckventil sowie den Hauptwasserhahn wieder auf und lassen zunächst kaltes Wasser laufen. Ist ein gleichmäßiger Strahl erreicht, stellen Sie auf warmes Wasser um und lassen auch dies laufen. Der Boiler füllt sich dadurch mit Wasser. Stecken Sie den Boiler danach an. Einen Boiler, der bereits verwendet wurde, können Sie direkt ans Stromnetz anschließen. Lassen Sie das Wasser mindestens zehn Minuten laufen. Prüfen Sie nochmals alle Verbindungen: Ein Blick in den Eimer zeigt Ihnen, ob alles dicht ist.

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