Wie hätten Sie Ihren Edelstahl denn gerne?

Edelstahl als Arbeitsplatte

Der Einzug der edlen Arbeitsplatten in die heimischen Küchen ist geschafft. Sie glänzen in eleganter Optik. Ihren Ursprung haben die Küchenarbeitsplatten in der Gastroküche. Jeder der schon mal einen Blick in eine Küche von einem Restaurant geworfen hat, weiß: Dort wird auf Edelstahl gearbeitet. Grund dafür sind die Eigenschaften des Materials. Die Spülen und Arbeitsplatten sind sowohl nachhaltig schön als auch hygienisch. Und diesen Komfort holen sich nun auch viele Hobbyköche in ihre Küche.

Edelstahloberfläche von oben betrachtet

Welche Vorteile hat Edelstahl in der Küche?

Spülen aus Edelstahl verbinden viele Eigenschaften, die in der Küche wichtig sind. Die Oberflächen können in der Gastronomie bis zu 300 Grad Hitze aushalten. Sie verändern sich weder durch starke Sonneneinstrahlung noch durch das Abstellen von heißen Töpfen in ihrer Farbe oder Struktur. Außerdem ist Edelstahl hygienisch, robust, rostfrei und lebensmittelecht. Das zeigt sich auch daran, dass stark färbende Früchte wie Granatapfel oder rote Beete den Oberflächen aus Edelstahl nichts anhaben können. Bemerkenswerterweise ist das Multitalents selbst als Hausmittel gegen Knoblauchgeruch an den Händen geeignet. Einfach die feuchten Finger an der Fläche reiben und schon verfliegt der lästige Geruch.

Neben den Materialvorzügen des Edelstahls bieten die Arbeitsplatten aus Edelstahl vor allem den Hobbyköchen und Designliebhabern noch weitere Vorteile. Denn mit Edelstahl lässt sich eine fugenlose Einheit aus Spüle, Kochfeld und Arbeitsplatte schaffen. Damit fallen Kanten und Ränder weg, die beim Arbeiten an der Spüle stören würden. „Wir können so in Küchen eine Optik wie aus einem Guss ermöglichen. Ein Trend, der gerade in vielen Küchen zum Einsatz kommt“, erklärt Mario Laun Produktmanager von Steel Art bei Blanco. „Mit Edelstahl können wir maßgeschneiderte Arbeitsplatten und Spülen herstellen. Ob mit flachen Rändern ausgestattet oder mit geschwungenen Rundungen versehen, die Manufaktur in Sulzfeld ermöglicht vieles. Für mich steht Edelstahl für ein sehr vielfältiges und ehrliches Material.“

Wie ist das mit den Kratzern im Edelstahl?

Allerdings ist eine absolute Kratzfestigkeit nicht realisierbar. Doch dabei besteht kein Grund zur Sorge, das Auftreten kleiner Gebrauchsspuren ist mit der Zeit ein ganz natürlicher Vorgang. Vielleicht mag der erste Kratzer noch besonders weh tun, doch nach und nach entsteht eine gewisse Patina. Und bei der durchschnittlichen Lebensdauer einer Küche von etwa 15 Jahren sieht der Edelstahl am Ende meist besser aus als die meisten anderen Oberflächen.

eine schicke Edelstahlarbeitsplatte mit Spüle
Edelstahlarbeitsplatte mit integriertem Becken
Nahaufnahme einer Edelstahlspüle
Edelstahlarbeitsplatte perfekt gepflegt

Welche Arten von Oberflächen gibt es?

Hierbei wird im Allgemeinen unterschieden zwischen gebürsteten und geschliffenen Oberflächen oder Spezialverarbeitungen, wie z.B. der Variante Durinox, einer patentierten Entwicklung der Firma Blanco. Die drei Edelstahloberflächen unterscheiden sich in Glanz und dem benötigten Pflegeaufwand.

Edelstahl Seidenglanz ist die klassische Form der Oberfläche

1. Gebürstete Seidenglanz-Oberfläche

Die gebürstete Seidenglanz-Oberfläche ist aufgrund ihrer glatten Struktur reinigungsfreundlich und pflegeleicht. Deshalb ist sie auch die beliebteste Edelstahloberfläche. Rund 90 Prozent der Käufer entscheiden sich für diese glänzende Variante. Denn sie wirkt besonders edel und zeitlos. Erste Kratzer sieht man hierauf natürlich schnell. Aber aufgrund der gebürsteten, glatten Oberfläche lässt sich dieser Edelstahl gut reinigen.

In der Variante Seidenmatt werden Fingerabdrücke weniger sichtbar

2. Geschliffene Seidenmatt-Oberfläche

Ein wenig matter kommt die geschliffene Ausführung daher. Sie verlangt durch die etwas rauere Oberfläche eine intensivere Reinigung, verfügt aber natürlich ebenfalls über alle positiven Eigenschaften einer Edelstahloberfläche. Hervorzuheben ist bei ihr die Optik, die im Vergleich mit der glänzenden Oberfläche moderner wirkt.

Die Durinox Veredelung macht den Edelstahl extra hart und kratzfest

3. BLANCO Durinox-Oberfläche

Um dem Nachteil der Kratzeranfälligkeit etwas entgegenzusetzen, hat Blanco vor drei Jahren ein Material entwickelt, das doppelt so hart ist wie herkömmliche Edelstahloberflächen: Durinox. „Das Ziel war, eine Oberfläche zu schaffen, die widerstandsfähiger ist und zugleich ohne zusätzliche Beschichtung daherkommt“, so Laun. Für das patentierte Material setzt Blanco auf ein Veredelungsverfahren aus der Luft- und Raumfahrttechnik.

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Wie reinigt man Edelstahl Oberflächen richtig?

Zur täglichen Reinigung von Spülen oder Arbeitsplatten aus Edelstahl reicht ein weicher Schwamm oder ein feuchtes Mikrofasertuch mit einem Tupfer Spülmittel. Kalkflecken bekommt man mit etwas Essig- oder Zitronenreiniger in den Griff. Bloß scharfe Reinigungsmittel oder scheuernde Schwämme und Stahlwolle sollten niemals zur Reinigung verwendet werden. Durch sie entstehen sofort Kratzer. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Schwamm oder das Reinigungsmittel für die Edelstahloberfläche geeignet sind, probieren Sie es im Zweifel erst an einer nicht direkt sichtbaren Stelle aus.

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